Die Bestuhlung in der Andreaskirche war am Karfreitag anders als sonst üblich. So konnte Pastor Ott während der Predigt an verschiedenen Orten in der Kirche kurze Predigtabschnitte vortragen und umrundete dabei die Versammelten. Fünf Stationen waren symbolisch gekennzeichnet. Dazu gab es jeweils eine Lesung, sowie Gemeindegesang oder Orgelspiel.
Ein Tischabendmahl fand am Gründonnerstag statt. Neben Brot, Wein und Tischgespräch standen Bilder aus der Evangelisch-lutherischen Katharinenkirche in Kiew im Mittelpunkt des Abends. Zur Wiedereinweihung der Kirche im Jahr 2002 wurden dort neue Glasfenster eingebaut, die von einem Künstler aus Bayern stammen. An diesem Abend besonders im Fokus: das Abendmahlsfenster.
Am Sonntag Palmarum wurde ein fröhlicher Taufgottesdienst in der Andreaskirche gefeiert. Pastor Ott und sein Rabe Jakob versuchten zu verstehen, was das bedeutet, wenn ein König zu Besuch kommt, was die Menschen erwarten und was sie erwarten können. Um zu zeigen wie das sein könnte, war der Mittelgang der Kirche thematisch passend mit kleinen Kunst-Palmen dekoriert. Die anwesenden Kinder erhielten Fähnchen, um sie zu schwenken. Dazu wurde das Lied "Jesus zieht nach Jerusalem ein" gesungen.
Arbeiten auf dem Friedhof, Kirchenputz, Reinigung der Friedhofskapelle und Pflanzarbeiten standen am 26. März wieder auf dem Programm. Diesmal erfolgte in Zusammenarbeit mit einem Gartenbauunternehmen die Anlage eines Beetes mit blühenden Pflanzen, die besonders für Bienen und andere Insekten als Nahrung unerlässlich sind. Zahlreiche Gemeindeglieder hatten dafür Pflanzen gespendet. Einige waren schon früh am Morgen da, andere am Tag vorher, um sie vorbeizubringen. Das Feld zwischen Gemeindehaus und Rasengräberfeld wurde mit Gräsern aufgewertet. Am Vortag hatte das Gartenbauunternehmen bereits die großen Rhododendren an der Kirche umgepflanzt, um Platz für das Beet zu schaffen, und die Fläche vorbereitet. Außerdem wurden eingesackte Gräber und Rasenflächen mit Mutterboden aufgefüllt und Gras neu eingesät, Schutt abgefahren, Plastikmüll sortiert, weil wieder unsachgemäß einfach alles in die Container geworfen wurde. Liane Fellensiek und Johanne Block wirkten in der Küche und sorgten für ein reichliches Frühstück. Vielen Dank an alle Mitwirkenden. Dank auch an Gerhard Fellensiek für Vorbereitung und Vorplanung (und einiges hatte er auch schon in den Tagen zuvor erledigt, was sonst an diesem Tag nicht mehr geschafft worden wäre).
Zu einer Kinderkirche waren Kinder im Grundschulalter im März eingeladen. Rabe Jakob, seines Zeichens Symbol der Arbeit mit Kindern und vorwitzige Handpuppe - gespielt durch Pastor Ott - war einfach der Meinung: Das muss mal wieder sein. Und so kamen sie in großer Zahl, um die Geschichte von einer Frau zu hören, die ihr Leben ganz in Gottes Hand legt, weil sie nichts ängstlich zurückhält. Dazu gab es Spiele, die obligatorische Pause mit Wasser, Saft und Fladenbrot und eine kleine Schatzkiste zum Anmalen. Erstmals beim Kinderkirchenteam außerdem dabei: Annemarie Weise und Kimberly Frerichs.
Pastor Anneus Buisman besuchte den Vintage-Treff im März. Er hatte einige plattdeutsche Geschichten mitgebracht, die er selbst so oder so ähnlich erlebt hatte: nachdenklich machende und auch sehr erheiternde Erlebnisse waren dabei. Ludwig und Martin Focken begleiteten den Nachmittag mit ihren Akkordeons und spielten Volkslieder, auch zum Mitsingen, in Hochdeutsch oder Plattdeutsch. Gretchen Friedrichs und Johanne Block hatten schon am Vortag die Tische frühlingshaft sehr ansprechend dekoriert und den Raum vorbereitet. Den Kuchen stifteten Hannelore und Ihno Janssen anlässlich ihrer Geburtstage. Vielen Dank an alle Mitwirkende und das Team vom Vintage-Treff.
Zugegeben es war nicht Abend, sondern Mittag. Der Vintage-Treff traf sich unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln zum Grünkohlessen, das schon mehrfach verschoben worden war. Bevor es zum Tee weiterging, entwickelte Pastor Ott seine Gedanken zum "Ostfriesischen Abendmahl". In der Wiesenkirche in Soest gibt es ein mittelalterliches Glasfenster mit der Darstellung eines "Westfälischen Abendmahls" mit Roggenbrot, Schnaps, Bier und Schinken. Was wäre eine ostfriesische Entsprechung? Grünkohl und Tee? Glaube und seine Praxis müssen sich "inkulturieren", damit sie Menschen erreichen, eine Verbindung mit der Kultur eingehen. Es findet eine Wechselwirkung der religiösen Rituale und Überzeugungen mit Sitten und Gebräuchen, die sich rund um Essen und Trinken entwickelt haben, statt. Das ist weltweit ähnlich und zugleich wieder anders und unterschiedlich. Aber es geht um Grundnahrungsmittel, die im Gebrauch eine andere Bedeutung, einen "Mehrwert" erhalten: Wasser und Reis oder gar Burger und Cola? Sie stiften im gemeinsamen Gebrauch, in der Zusammenkunft von Menschen, Gemeinschaft untereinander und mit Gott. Heino Gerdes sorgte an diesem Tag mit dem Akkordeon für eine musikalische Begleitung. Ein Dank geht an alle, die dieses Treffen möglich gemacht haben.
Am 22. Januar stellten sich die Konfirmanden vor, die 2022 konfirmiert werden wollen. Mutig, wie sie sind, haben sie dem Vorschlag von Pastor Ott zugestimmt, einen Tanz zu dem Lied "Rivers of Babylon" vorzuführen. Das Kirchenschiff wurde dazu freigeräumt. Die Familien, die sie zu dem Gottesdienst begleiteten, fanden an den Seiten und auf der Empore Platz. Das Lied "Rivers of Babylon" hat neben der bekannten Disco-Version auch andere Vorläufer. Die Konfirmanden informierten in ihrer Predigt über den historischen Hintergrund der Liedaussagen und über die Usprünge des Liedes in Psalm 137 und die Sitution, die er aufnimmt.
Mit drei Gottesdiensten wurde in Plaggenburg Heiligabend begangen. Für die Kleinsten gab es um 15 Uhr eine fröhliche Bildergeschichte: Wie mag es wohl bei der Geburt Jesu abseits der mit recht wenigen Worten erzählten Geschichte nach Lukas zugegangen sein? Alle auf der Suche nach dem richtigen Ort? Und wie reagiert der Wirt auf die ständigen Störungen seines Schlafs durch die Suchenden, das strahlende Licht des Offenbarungsengels und den lauten Gesang der himmlischen Chöre? Am Ende reißt er alle seine Gäste vor lauter Freude aus dem Schlaf! An der Orgel war hier Elke de Buhr. Um 16.30 Uhr spielten Annemarie Weise (Levi), Tabea Imkamp (Martha), Mia Born (Nikodemus) und Imke Hayen (Reisebüro-Mitarbeiterin) die Suche einer Touristin nach Bethlehem. Denn es gibt das reale Dorf und das innere Bethlehem. Sie versuchten ihre Erfahrungen damit bzw. mit Jesus wiederzugeben. Hier musste auch Tanja Schott kurzfristig einspringen, weil die ursprünglich als "Touristin" vorgesehene Spielerin krank geworden war. Pastor Ott spielte Petrus und löste das Rätsel um das eine und das andere Bethlehem auf. Die musikalische Begleitung lieferte der Gitarrenchor. Um 18 Uhr spielten Emily Hettmann, Marie Friedrichs und Lasse Hettmann der Gemeinde vor, was wohl passiert wäre, wenn die Hirten aus der Weihnachtsgeschichte die Geburt Jesu ignoriert hätten. Posaunenchor und Hannah Hinrichs an der Orgel begleiteten diesen Gottesdienst. Ein Dank geht an alle Mitwirkenden.
Wegen neuer Auflagen, die auch angepasst in der Gemeindearbeit befolgt werden, fand statt der Adventsfeier im Vintage-Treff ein Vintage-Gottesdienst zum Advent statt. Pastor Ott zeigte zu Beginn zwei Handpuppen, mit denen Kindern Viren und der Umgang mit Hygiene erklärt wird: "Breezy" und "Kai M. Frei" werden durch Regeln eingedämmt, damit Menschen wieder frei werden. Anschließend ging es in der Andacht um Weihnachten als "Fest der Freiheit", wo Gott sich als frei erweist, herkömmliche Vorstellungen von sich abändert und Menschen ermutigt, Herausforderungen anzunehmen. Freiheit braucht Regeln, sie ist keine absolute Freiheit. Eine wenig kuschelige Natur kennt sie außerdem nicht. Da wird Leben in Fülle ins Dasein geworfen und genauso auch wieder zunichte gemacht. So ist es ein Balanceakt, wenn man durch gefährliche Zeiten kommen will. Christlicher Glaube ermutigt an dieser Stelle und bietet Licht im Dunkeln. Hermanda Mönck begleitet den Nachmittag mit vielen Liedern auf ihrer Steirischen Handorgel. Hinzu kam eine Blockflötengruppe unter Leitung von Tanja Schott. Die Teilnehmerinnen des Vintage-Gottesdienstes konnten abschließend eine wohlgefüllte Adventstüte mit nach Hause nehmen.